• Balatonmelléke

      Balatonmelléke

      Das Weinanbaugebiet von Balatonmelléke (Plattenseegegend) gliedert sich in zwei wichtige Zonen: Ein Teil erstreckt sich den Zala-Fluss entlang, an den Abhängen und auf den Hochebenen des Zalaer-Hügellandes und an den südlichen, südwestlichen Abhängen des nordwestlichen Teiles des Keszthelyer-Gebirges. Der andere Teil befindet sich in den an Slowenien und Kroatien grenzenden Gebieten im Murtal.

      Aufgrund des Namens des im Weinanbaugebiet befindlichen Ortes "Pogány-dűlő" (Heiden-Weinberg) und der dort erschlossenen archäologischen Funde beschäftigte man sich in dieser Gegend vermutlich schon Anfang unserer Zeitrechnung mit dem Rebbau.

      Der erste schriftliche Beleg im Zusammenhang mit dem Weinanbaugebiet der Plattenseegegend kann auf das 13. Jahrhundert datiert werden, als der Klassenbrief der Grafen "Kőszeg" die im Gebiet befindlichen Rebhügeln erwähnt. Die Weingüter standen während dieser Periode unter der Oberherrschaft der Burg von Kőszeg.

      In der Epoche der Türkenherrschaft litt das Weinanbaugebiet stark unter den ständigen Unabhängigkeitskriegen. Nach dem Untergang des Rákóczi-Freiheitskampfes kauften die deutschen Neubauern, die sich in dieser Gegend angesiedelt hatten, bedeutende Rebflächen und ließen sie von Lohnarbeitern bebauen.

      Am Ende des 19. Jahrhunderts war das Weinanbaugebiet der Plattenseegegend bzgl. der erzeugten Menge das drittgrößte in Ungarn. Der größte Teil der Rebflächen wurde aber durch den Reblausbefall vernichtet.

      Die Gegend bekam den Titel des Weinanbaugebietes nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes in 1998 wieder zurück. Seitdem kann sich das weinliebende Publikum wieder auf Weine von kleineren Familienunternehmen und auf Weine mit einer schönen, verfeinerten Struktur freuen. Die Eggenkeller, die aus Ganzholz zusammengezimmert und deren Wände außen und innen mit Ton verklebt wurden, repräsentieren eine einzigartige Besonderheit, die für diese Gegend zwar charakteristisch aber nur noch hier zu finden ist.

      Bebautes Rebgebiet

      Die Größe des Produktionsgebietes des Weinanbaugebietes der Plattenseegegend beträgt insgesamt etwa 6.400 Hektar, wobei die Größe des zurzeit bebauten Produktionsgebietes etwa 1.200 Hektar beträgt.

      Charakteristiken des Bodens

      Die sich auf den sandigen und tonigen Sedimenten des ehemaligen pannonischen Binnenmeeres gestalteten Lößschichten, die braunen Waldböden und die Braunerde bilden den Boden des Weinanbaugebietes der Plattenseegegend.

      Klimatische Verhältnisse

      Panorama von Balatonmelléke

      Im Weinanbaugebiet der Plattenseegegend sind die klimatischen Verhältnisse ausgeglichen. Frei von Extremen ist das Klima hier wie der ungarische Durchschnitt. Die Gegend wird nur mittelmäßig mit Licht versorgt und ist Dank der jährlichen Niederschlagsmenge von 700-800 mm eines der niederschlagsreichsten Weinanbaugebiete Ungarns. Die Winter sind mild und die Sommer nicht zu heiß. So ist der Schaden durch Dürre hier fast ein unbekannter Begriff.

      Charakteristische Rebsorten

      Im Weinanbaugebiet der Plattenseegegend werden in erster Linie Weißweine produziert. Auch innerhalb dieses Kreises ist der Welschriesling als Rebsorte zu etwa 50% vorhanden. Die Größe der Flächen, die mit Rotweintrauben bepflanzt sind, beträgt kaum 100 Hektar. Die Weine des Weinanbaugebietes sind wohlriechend, reich an Aromastoffen und haben typisch schöne, knackige Säuren.

      Weisse Rebsorten:

      Chardonnay, Cserszegi Fűszeres, Müller-Thurgau, Traminer, Grüner Veltliner

      Rote Rebsorten:

      Cabernet Sauvignon, Blaufränkisch, Merlot, Portugieser, Zweigelt

      Winzer und Weingüter

      1. Bussay, László

      Links

      1. Verein der Zala-Weinstrasse

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