• Evinor

      König Béla IV. soll im Tokajer Gebiet im 13. Jahrhundert italienische Weinbauern angesiedelt haben. Die fruchtbaren Böden vulkanischen Ursprungs und die guten klimatischen Bedingungen sind für den Weinanbau hervorragend geeignet.

      Sándor Simkó Berühmtheit erlangte der Tokajer aber erst sehr viel später, nämlich als man begann, vermutlich als Wein der Könige, den Aszú herzustellen. Aber nicht nur Könige, Mächtige und Wohlhabende, sondern auch Päbste, Dichter und Komponisten waren von diesem edlen Tropfen angetan.

      Der Aszú ist wohl der bedeutendste unter den Tokajer Weinen. Er schmeckt fast wie ein Sherry - aromatisch, süß und schwer, nur viel, viel besser. Dabei beruht sein einzigartiger Geschmack auf seiner einzigartigen Herstellung.

      Die Trauben werden erst ab Ende Oktober bis in den Dezember hinein per Hand verlesen. Das nennt man Ausbrechen, woher auch der Name Aszú (=Ausbruch) stammt. Zu diesem Zeitpunkt haben die Trauben schon viel Wasser verloren und schrumpfen zusammen. In dieser Phase kann der Fruchtzuckergehalt auf über 50% ansteigen. Man spricht in diesem Zusammenhang von Edelfäulnis. Diese Trauben werden nun gestampft und dem Most oder dem jungen Wein zugesetzt. Übrigens werden die Trockenbeeren in einem traditionellen Maß, den Puttonyos (Puttiger, ca. 15 kg), abgemessen und in einem Göncer Fass (136 Liter) vergoren. Hier gilt: je mehr Puttiger, desto süßer, aber auch desto teurer. Üblich sind 3 bis 4 Puttiger.

      Damals war das Wort Tokaj eng verbunden mit dem Glanz europäischer Königshäuser. Heute hat es einen guten Ruf in der internationalen Weinwelt und ist verknüpft mit dem Engagement von internationalen, fachkundigen Investoren, die in dieses Anbaugebiet investiert haben.

      Sándor Simkó verkörpert den klassischen Typ des erfolgreichen, bodenständigen Winzers aus Tokaj. Er sieht die Integration mit der Welt äußerst positiv, da sie immer Neues für die Entwicklung der Weinregion bringe. Er gehört zu denen, die das Positive annehmen und sich weiterentwickelt. Die Weingärten von Mária und Sándor Simkó sind ca. 20 Hektar groß. Man findet hier die für Tokaj charakteristischen Trauben Furmint, Lindenblättriger und Gelber Muskateller.

      Simkó Kellerei Ihr Weinkeller liegt direkt am Fuße der Burg von Fürst Ferenc Rákóczi in Sárospatak. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf den Fluss Bodrog, der mit seinem herbstlichen Nebel eine der Voraussetzungen für den einmaligen Tokajer Wein schafft. Hier bieten sich den Simkós die passenden Voraussetzungen für den Ausbau ihrer Weine, sowohl in modernen Stahltanks, als auch in ungarischen Eichenfässern. Der schwarze Kellerschimmel an den Tuffwänden der Keller und an den Weinfässern in Tokaj sorgt für die richtige Luftfeuchtigkeit und eine ausgeglichene Temperatur.

      Wer in Ungarn Urlaub macht und Weinliebhaber ist, sollte sich unbedingt einen Ausflug nach Tokaj zu Sándor Simkó gönnen. Das gehört einfach dazu.

      Anerkennungen

      1. 2009    Tokaji Aszú 2001 - 6 Puttonyos, VinAgora, Goldmedaille
      2. 2009    Tokaji Eszencia 2000, Wettbewerb der ungarischen Weinen, Goldmedaille

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