• Ráspi (József Horváth)

    József Horváth, alias Ráspi, ist Abkomme einer Winzerfamilie und übernahm 2003 von seinen Eltern die Leitung ihrer Winzerei, um noch im selben Jahr den ersten blaufränkischen Fünfsternenwein Ungarns zuzubereiten. Seine Gewanne befinden sich auf dem Weinbaugebiet von Sopron, an der Grenze von Fertőrákos, auf 21 Hektar und auf mehr als 70 Parzellen - die charakteristischsten Orte darunter sind Új-hegy (Új-Berg), Kereszt-hegy (Kereszt-Berg), Warme Imfried und Spern Steiner. József Horváth kaufte die ältesten Anbaugebiete der Umgebung für die qualitative Weinzubereitung.

    Ráspi Mit der umfassenden Ausnutzung der Gegebenheiten des Terroirs wachsen die manchmal einhundert Jahre alten Rebstöcke auf kalksteinigem Boden mit Glimmerschiefer und schaffen so die Möglichkeit für die Zubereitung vieler Weinsorten. Aus den Rotweinen sind Blaufränkisch (die charakteristischste Sorte), Zweigelt, Syrah, Cabernet Sauvignon, Pinot Noir, Mädchentraube, Grüner Veltliner und Olivér Irsay.

    Für Herrn Ráspi bedeutet der Wein ein Kunsterzeugnis. Die Zielsetzung der Ráspi Winzerei sieht vor, die vergessenen Werte des Karpaten-Tals für die Welt wieder erreichbar zu machen und den besten Wein auf der Welt herzustellen, also die Gegebenheiten des Terroirs maximal auszunutzen. Die Philosophie wird von sechs Grundprinzipien begleitet, auf denen die biodynamische Weinzubereitung basiert:

    Die Rebstöcke sind 40-100 Jahre alt, der Boden ist zu 100% steinig, die Ertragsbeschränkung ist drastisch (es kommt vor, dass je Rebstock nur 3 Weintrauben geerntet werden), sie benutzen gar keine Hilfsmaterialien (es wird ausschließlich mit Kupfer und Heilpflanzen bespritzt), sie achten auf die Reinheit der Flora und der Traubenselektion, und auch die Fermentationstemperatur wird beachtet. Die Ráspi Winzerei folgt nicht dem Trend, sie betont die Wichtigkeit der Prinzipien gegenüber den Interessen. Anstatt mit neuen Sorten zu experimentieren, wählt sie das Kennenlernen und die Bekanntmachung der Alten.

    Weingut RáspiJózsef Horváth kann nicht der Marketingtätigkeit, sondern dem Glauben an seine eigene Kraft danken, dass seine Weine heutzutage in unserer Heimat und im Ausland sehr populär geworden sind. Unter den charakteristisch Joghurt- und Zündholzrauchduft aufweisenden, außerordentlich konzentrierten Weinen stellt der Ráspi Kopár Cuvée 2006 den Gutwein der Ráspis dar, welcher aus der Assemblage von Blaufränkisch, Zweigelt und Cabernet Sauvignon zubereitet wurde. Ihr Spitzenwein ist der Ráspi Máté Cuvée, der nach dem Sohn des Eigentümers benannt wurde und außer den erwähnten Weintraubensorten auch Pinot Noir enthält. József Ráspi, in der Branche als Weinbildhauer und Geschmacksgelehrter bekannt, schafft und glänzt auf eine Art, indem er alles dem Respekt vor der Natur unterordnet, alles selbst zubereitet und sich immer die Warum-Fragen stellt.

    Neben seinen Weinen betreibt er auch ein berühmtes Restaurant, welches auf Grund derselben Grundprinzipien, mit Biodynamismus, dem hochgeschätzten Publikum dient. Er bereitet Balsamessig, der mindestens zwölf Jahre lang reift, sowie Traubensäure als Sauermittel zu und tut überdies sehr viel für das Aufleben des Trüffelkults in Ungarn. Der der Mode nicht folgende, sondern schaffende Herr Ráspi: "Der Spruch 'Die Wahrheit steckt in dem Wein' heißt für mich, dass, wer aus unserem Wein trinkt, nicht nur Wein trinkt, sondern sich auch mit der Wahrheit trifft."

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