• Sopron

    Sopron

    Das Weinanbaugebiet von Sopron, hat die ältesten, historischen Traditionen. Es erstreckt sich in der unmittelbaren Nähe der jetzigen westlichen Landesgrenze, am Fuß der Alpen, neben dem Neusiedlersee, an den durch die Ebene von Sopron-Vas umschlungenen Halden. Zur Zeit der Österreich-Ungarischen Monarchie bildete das Weinanbaugebiet von Sopron noch ein gemeinsames Weinanbaugebiet mit den Rebflächen in der Umgebung von Rust und Pressburg. Diese Konstellation wurde jedoch durch das Friedensdiktat von Trianon 1920 in 3 Teile zerrissen. An das dadurch verkleinerte Weinanbaugebiet von Sopron wurden in 2000 die Rebflächen in der Gegend von Kőszeg angeschlossen.

    Der Ursprung des Weinanbaugebietes von Sopron reicht bis zur Epoche der Kelten zurück, die die Möglichkeiten der Gegend erkannten und den bis heute bestehenden Weinanbau begannen. Die Neubauern des Römischen Reiches folgten ihnen. Sie wurden dann von den unter dem Schutz des Fränkischen Reiches stehenden bayerischen Neubauern abgelöst.

    Sopron wurde im 14. Jahrhundert zum bedeutendsten Weinanbaugebiet Ungarns, dessen Handelsbeziehungen die Landesgrenzen schon damals weit überschritten. Die aus dieser Gegend stammenden Weine waren wegen ihrer Qualität in ganz Europa sehr beliebt. Mehrere archivarische Aufzeichnungen belegen, dass die Weine von Sopron auf dem Tisch von zahlreichen Königen, Fürsten und Herzögen standen. Im Mittelalter war Sopron eine freie königliche Stadt und dieser Status trug entscheidend dazu bei, dass die Stadt zum Tor des westlichen Handels des Karpaten-Beckens und zum Zentrum des europäischen Weinhandels wurde.

    Cák

    Als Frucht der Arbeit der fleißigen Landwirte und Bürger bzw. der "Poncichter" (aus dem deutschen Bohnenzüchter in schwäbischem Dialekt) erreichte der Ruf des Weinanbaugebietes von Sopron sogar noch fernere Gebiete. Die Winzer bauten ihre Keller anders als bei den anderen Weinanbaugebieten nicht auf dem Weinberg sondern unter ihrem Haus, von wo sie dann ihre Weine verkauften und ausschenkten. Die Reblaus am Ende des Jahrhunderts verschonte auch dieses Weinanbaugebiet nicht. Die Entwickling des Gebietes von Sopron stagnierte demzufolge für viele Jahre. Die Zerstückelung des Weinanbaugebietes in 3 Teile durch das Friedensdiktat von Trianon schwächte das mit dem Wiederaufbau ringende Gebiet weiter. Einen Aufschwung gibt es erst wieder seit Anfang der 1990er-Jahre - nach dem Ende des kommunistischen Systems.

    Das jetzige Gesicht des Weinanbaugebietes von Sopron wird durch die an Tanninen und Säuren reichen Rotweine auf Blaufränkisch-Basis gekennzeichnet. Diese Weine erlangen auch im internationalen Vergleich regelmäßig schöne Erfolge.

    Bebautes Rebgebiet

    Die Größe des Produktionsgebietes des Weinanbaugebietes von Sopron beträgt insgesamt etwa 1.500 Hektar, wobei der Weinbau in der Umgebung von Kőszeg etwa auf 260 Hektar stattfindet.

    Charakteristiken des Bodens

    Das Grundgestein des Weinanbaugebietes von Pannonhalma ist Ton, Sand und sedimentärer Kies, der an vielen Stellen durch die sich in der nordwestlich-südöstlichen Richtung streckenden Wasserrisse zerschnitten wird. Auf dem Grundgestein formten sich an vielen Stellen Lößboden, Braunerde bzw. auf den mit Wäldern bedeckten Teilen brauner Waldboden.

    Klimatische Verhältnisse

    Das Weinanbaugebiet von Sopron verfügt ähnlich wie andere ungarische Weinanbaugebiete über spezielle klimatische Verhältnisse. Wegen des Niederwassers erwärmt sich der Neusiedlersee im Sommer leicht und verstärkt dadurch die Reifewirkung des Sonnenscheins, und schafft zusammen mit der Verdampfung vorteilhafte klimatische Verhältnisse für die Entwicklung der Rebe. Andererseits ist das Klima der höher liegenden Teile kühler und zeigt subalpine Merkmale.

    Für das Weinanbaugebiet von Sopron sind die vielseitigen orographischen Verhältnisse charakteristisch, die das breite Spektrum der submediterranen Hügel und Berge, des Steppensees, der Salzsteppen und der hohen Gebirge umfassen. Diese geographischen Gegebenheiten bringen die Vielzahl von Gebieten mit speziellem Mikroklima zustande, was in der Hinsicht der Weinproduktion eine sehr vielseitige Geschmacks- und Geruchswelt zur Folge hat.

    Charakteristische Rebsorten

    Das Weinanbaugebiet von Sopron wurde bis zum Ende des 18. Jahrhunderts durch die Weißweintrauben beherrscht, dieses Verhältnis veränderte sich maßgeblich nach der Abtrennung der Gebiete von Trianon. Für das jetzige Bild des Weinanbaugebietes von Sopron sind vor allem die Rotweintrauben charakteristisch, die in drei Vierteln des Gebietes produziert werden. Die charakteristische Rebsorte des Weinanbaugebietes ist der Blaufränkisch, der am Ende des 19. Jahrhunderts in den Vordergrund trat.

    Weisse Rebsorten:

    Chardonnay, Roter Veltliner, Királyleányka, Sauvignon Blanc, Traminer, Zenit, Grüner Veltliner

    Rote Rebsorten:

    Cabernet Sauvignon, Blaufränkisch, Merlot, Pinot Noir, Zweigelt

    Winzer und Weingüter

    1. Ferenczy, Attila
    2. Weingut Jandl
    3. Luka, Enikő
    4. Weingut Pfneiszl
    5. Weninger, Franz

    Links

    1. Weinanbaugebiet Sopron

    Weine aus der Region →